Zotteln, Knicke im Haar und unschöne Knoten? So hätte Dornröschen sicher nicht ihren Märchenprinzen gefunden. Aber was macht man mit langem Haar überhaupt nachts am besten? Finde im Selbsttest heraus, welche Frisur zu Deinem persönlichen Schlaftyp passt.

„Schlaffrisur“ hört sich erst einmal lächerlich an, ist aber für Haare ab einer gewissen Länge durchaus sinnvoll. Durch geringere Reibung reduzieren sich unbeliebter Spliss und Haarbruch. Dazu lässt sich mit der richtigen Frisur der Schlafkomfort verbessern und sogar Zeit sparen. Ganz nach Dornröschens Motto: „Woke up like this!“ ist mit der richtigen Technik vom glatten Haar bis zu definierten Locken alles möglich.

Alles eine Frage des Typs?

Mit hundert Jahren Schlaf ist Dornröschen wohl eine Ausnahme. Jedoch führen unterschiedliche Schlafgewohnheiten und Empfindlichkeiten dazu, dass nicht jede Frisur gleichermaßen geeignet ist. Laut dem amerikanischen Wissenschaftler Michael Breus lassen sich vier (Schlaf-)Persönlichkeiten feststellen. Die Grundlage seiner These bilden Erfahrungswerte aus über 15 Jahren klinischer und forschender Arbeit als Schlafmediziner. Breus benennt diese sogenannten „Chronotypen“ nach unterschiedlichen Tierarten. Dabei haben Leichtschläfer zum Beispiel andere Bedürfnisse als Langschläfer und Morgenmenschen wiederum andere als Nachtaktive.

 

Schlaftyp = Schlaffrisur?

Nach Breus lässt sich durch den eigenen Schlaftyp herausfinden, wann die beste Zeit zum Essen, Arbeiten oder auch für Sex ist. Aber lässt sich so auch eine Empfehlung für die beste Schlaffrisur geben? Auf jeden Fall wird der empfindliche „Delfin“ wohl kaum Schlaf finden, wenn er zu Lockenwicklern greift. Dem „Bär“ dagegen ist alles Recht, womit er morgens ein paar Minuten länger im Bett liegen bleiben kann. Eine praktische Schlaffrisur wird vor allem den „Löwen“ überzeugen. Wiederum anders ist es beim „Wolf“. Hier muss es abends besonders schnell gehen, weil er meistens bis weit nach Mitternacht noch tausend andere Dinge zu erledigen hat.

Du bist jetzt neugierig geworden? Welche Frisur nun zu Deinem persönlichen Dornröschenschlaf führen könnte, kannst Du hier herausfinden:

 


Flechtfrisur

Flechtfrisuren sind besonders bequem zum Schlafen. Wer glatte Haare bevorzugt, kann zum Beispiel einen lockeren französischen Zopf flechten. Viele unterschiedlich dicke Zöpfe führen dagegen zu natürlichen Wellen. Allgemein gilt: Zöpfe nur locker zusammenbinden, sonst können die Spitzen abbrechen! Wer sehr empfindlich ist, sollte zusätzlich einen Kissenbezug aus Seide wählen. Durch die glatte Oberfläche entsteht weniger Reibung. Außerdem schafft Seide ein besonders angenehmes Klima.


Dutt

Der Dutt ist einfach praktisch. Schnell gebunden schont er die Spitzen und ist deshalb auch für strapazierte Längen geeignet. Damit der Dutt beim Schlafen nicht stört, muss er aber ziemlich weit oben sitzen. Fixiert wird er am besten mit einem weichen Haarband aus Samt oder Seide. Am nächsten Morgen darf man sich über eine voluminöse Mähne mit schönen Wellen freuen!


Offen

Wer keine Lust oder Zeit zum Frisieren hat, kann die Haare natürlich auch offen tragen. Damit sich die Strähnen nicht zu stark verknoten, sollte man vor dem Zubettgehen ein Spitzen-Fluid oder Haaröl auftragen. Wer am nächsten Morgen besonders wenig Zeit hat, kann am Abend auch Trockenshampoo verwenden, um einen fettigen Ansatz zu kaschieren.


Schlafwickler

Für alle, die sich Locken wünschen, aber morgens nicht viel Zeit im Bad verbringen wollen: Papilloten, Schaumstoffwickler, Sleep-in-Rollers und Co sorgen über Nacht für einen schönen Lockenkopf. Die Haare werden am nächsten Morgen nicht gebürstet, sondern einfach mit den Fingern oder einem groben Kamm zurecht gezupft.


Natürlich sind dies nur Empfehlungen. Letztendlich muss jeder selbst herausfinden, mit welcher Frisur er oder sie leben oder eben schlafen kann. Falls Du von Natur aus mit einem Lockenkopf gesegnet bist, findest Du bei Bau dir Deine Krone! hilfreiche Tipps für die richtige Haarbehandlung. Wer dann noch neben der Schlaffrisur eine passende Intimfrisur sucht, wird vielleicht bei Madame Spirituelli fündig.

Literatur:

Breus, Michael (2017): Gutes Timing ist alles. Der richtige Zeitpunkt für Schlaf, Essen, Sex und fast alles andere. München: Wilhelm Goldmann Verlag;

 

 

7 Kommentare
  1. ananas
    ananas sagte:

    Sehr cooler Beitrag! Es macht Spaß ihn zu lesen und den Selbsttest zu machen. Und ein paar passende Haar Inspirationen habe ich auch mitgenommen 🙂

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  2. Corina S.
    Corina S. sagte:

    Sehr schöner Beitrag 🙂 bei meinem Selbsttest kam heraus, dass offene Haare am besten sind. Tatsächlich schlafe ich fast immer mit offenen Haaren, alles andere ist mir zu unbequem. Passt also 😉

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  3. Luisa Wellert
    Luisa Wellert sagte:

    Sehr schöne Idee! Der Selbsttest macht total Spaß und ich habe gelernt, dass ich schon jetzt immer die für mich passende Schlaffrisur trage 🙂

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  4. nadja_
    nadja_ sagte:

    Super Artikel und richtig tolle Grafiken!
    Ist für mich allerdings gar nicht so einfach zu entscheiden, ob ich Frühaufsteher oder Langschläfer bin, weil sich bei mir phasenweise ändert. Der Test hat trotzdem Spaß gemacht 🙂

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  5. Anonymous
    Anonymous sagte:

    Sehr unterhaltsamer Artikel und witziger Test. Meine derzeitige Schlaffrisur passt wohl nicht zu mir. Muss mir aber nochmal überlegen, ob ich das ändere – als Löwe will ich eigentlich nicht auf meine Mähne morgens verzichten 😉

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