Papierkram

Mit der Geburtsurkunde begleitet uns Papier ab dem ersten Lebenstag. Als Kinder basteln, falten, malen wir und kaufen mit dem ersten Geldschein stolz ein Eis. Unser Wissen halten wir in Schulheften und auf Collegeblöcken fest, während wir uns durch Geschichten auf Papier in andere Welten lesen und mit Tagebüchern unsere geheimsten Momente teilen. Der erste Liebesbrief verschwindet mit alten Postkarten in Schuhkartons. Später bekommen wir schwarz auf weiß, was wir leisten und wie wir funktionieren, und werden damit aufs Leben losgelassen.

Ob Nachhaltigkeit oder Kunst und Kultur bis hin zu digitalen Varianten: Kommt mit uns auf eine Reise in die Welt des Papiers!

Die Bedeutung von Typografie und Schriftgestaltung für unseren Alltag ist vielen kaum bewusst. Im Atelier des Studio Tillack Knöll treffe ich die beiden Gründer aus Stuttgart. Im Gespräch geht es um Kommunikationsdesign, die Kulturgüter Schrift und Papier sowie darum, was gute Gestaltung ausmacht. 

Vor elf Jahren erschien der letzte Band der Harry-Potter-Reihe. Um das Buch so schnell wie möglich lesen zu können, erkundigte man sich damals, in welchen Buchhandlungen der Verkauf bereits ab Mitternacht stattfinden würde. Mit Gleichgesinnten stand man in der Schlange und konnte es nicht abwarten, das Buch in den Händen zu halten. 

Hinter dem Synonym „Fräulein Schwarz“ verbirgt sich die 28-jährige Bloggerin und YouTuberin Wiebke Jahns. Auf Instagram bekommen Ausschnitte aus alten Tageszeitungen ein neues Leben mit poetischer Tiefe direkt aus ihrem Herzen eingehaucht.

Für uns ist es heute Normalität, dass wir auf Papier schreiben und es dies auch im Überfluss gibt. Es ist ein Alltagsmedium, welches wir tagtäglich benutzen. Denn egal in welcher Form: Wir verewigen Gedanken, Grußworte oder Termine schriftlich in schwarz auf weiß. 

Alle reden von Recycling. Was bedeutet das für Papier und wie funktioniert das überhaupt? Als Otto Normalverbraucher benutze ich Papier einmal, dann schmeiße ich es weg und sehe es nie wieder. Ist das wirklich so – oder sehen wir dasselbe Papier sogar sehr oft wieder?

Es war bunt, plakativ und konnte flott gegen ein neues Design eingetauscht werden. Es war der letzte Mode-Schrei – und aus Papier: Das Papierkleid war DAS It-Piece, das im Kleiderschrank jeder Frau der 1966er Jahre am Kleiderbügel baumelte. 

Luise Morgeneyer ist 25 Jahre alt und seit vielen Jahren Bloggerin. Und jetzt? Nach acht Jahren online ist sie nun offline! Ihre Texte finden sich in Leinen, Papier und Druckerschwärze wieder. Luise ist jetzt Buchautorin.

Wir alle wissen, aus Holz wird Papier hergestellt. Irgendwie. Ganz genau können wahrscheinlich die wenigsten von uns Auskunft darüber geben. Umweltschädlich soll es vonstattengehen. 

Mit Papier verbinden die meisten von uns lesen und schreiben oder die Begriffe von Büro, Akte und Buch. Doch auf den zweiten Blick ist Papier wesentlich vielfältiger. Neben Möbeln, Taschen oder anderen Alltagsgegenständen, die man mittlerweile aus Papier fertigen kann, versucht auch die Industrie sich neuartige Papierinnovationen zu Nutze zu machen.

Verwundert blickten meine Augen über den Bildschirm als ich meinen ersten amerikanischen Teeniefilm schaute. Wieso trugen die Figuren immer eine zerknitterte Papiertüte bei sich, wenn sie auf dem Weg zur coolsten Party der High School waren?

Manche von euch fragen sich vielleicht, was Videospiele mit Papier zu tun haben. Der ein oder andere bringt es womöglich mit Pen&Paper oder klassischen Brettspielen in Verbindung, aber mit digitalen Games?

Tagebuchführen wird oftmals eine therapeutische Wirkung zugesprochen. Lifestyle-Gurus wie Tim Ferriss bewerben mittlerweile sogenannte Journals, in denen man täglich über sein Leben reflektiert.

Der Post-It stellt die wohl modernste, ordentlichste und gefälligste Art dar, sich selbst oder anderen einen Denkzettel zu verpassen. Die kleinen Haftzettel lassen sich auf nahezu jeder Oberfläche befestigen, lösen und erneut fixieren. Er hat es weit gebracht, der Klebezettel: Von der Zettelwirtschaft bis zur Kunstform – „post it“ – Kleb´s an!

Schnelle Schnitte in Pappe. Ritsch, ratsch, ritsch, ratsch. So schnell, wie kaum jemand schneiden kann. Wenn ich mit der Schere so schnell schneiden würde, wäre das Endprodukt höchstens als Konfetti verwendbar. Nicht so bei Lotte Reiniger. Bei ihr entstanden künstlerische, filigrane Scherenschnittfiguren in Sekundenschnelle. Sie machte Silhouetten, weil sie es konnte. 

Deutschrap ist im Mainstream angekommen. Wer das immer noch bestreitet, sollte sich die Verkaufszahlen der großen deutschen Rapper*innen ansehen – oder einfach mal einen Blick in die Single-Charts werfen. Ende Juni auf Platz eins: „Royal Rumble“ von Kalazh44, Capital Bra, Samra, Nimo und Luciano.