Häufig suchen wir in der Natur Zuflucht vor der Hektik des Alltags. Die Idee, in die Natur zu fliehen, ist so simpel und doch so wirksam. Dabei sind wir umgeben von Grünem, ob bei einem abendlichen Spaziergang durch den nach Sommer riechenden Wald, beim Joggen über saftige Wiesen und Felder oder bei einer Radtour entlang eines Flusses. Ein Bilder-Spaziergang. 

Besonders im Frühling und Sommer begegnen uns unterschiedlichste Grüntöne: schimmernde Blätter, sprießende Knospen, frische Gräser und junge Pflanzen. Es scheint, als würde es uns durch das Grün der Natur leichter fallen, Ruhe zu finden und die Seele baumeln zu lassen. Nicht ohne Grund gilt Grün als Farbe der Ausgeglichenheit und Harmonie – die Quintessenz der Natur und der Lebenserhaltung. Doch achten wir auch auf die Details? Wieviel Aufmerksamkeit schenken wir der Fülle an Grüntönen, die uns begegnen?

Dieser Beitrag nimmt die Natur unter die Lupe und betrachtet Details: Oberflächen, Strukturen, Farbintensitäten und Formen. Ein Bilder-Spaziergang durch Felder, Wiesen und Wälder. Fünf Pflanzen, die jeder kennt, wurden „unter die Lupe“ genommen. Eine kleine Bilderreihe und eine dazugehörige Beschreibung helfen dir dabei, die Pflanze zu erraten. Schau genau hin und prüfe selbst, wie gut du dich auskennst.

Das Laubblatt zeichnet sich durch seine satte und glänzend grüne Farbe aus. Es schimmert durch die Einstrahlung der Sonne und den entstehenden Schatten in unterschiedlichsten Tönen. Die Blattspreite, die Fläche oberhalb vom Stiel, ist fein gegliedert in eine zweizeilige Anordnung. Die Faserung ist tief und schon von Weitem zu erkennen. Das Blatt hat eine ovale und ganzrandige Form. Der feine Rand schwingt sich in leichten Wellen um die Faserung. Zudem trägt der Baum ein bis drei Zentimeter lange, spindelförmige Knospen, welche silbrig behaart sind. Der sommergrüne Baum ist in ganz Mitteleuropa heimisch und kann bis zu 40 Meter hoch werden. Er ist nicht nur in Wäldern, sondern auch in Parks und großen Gärten zu finden. Besonders markant sind die dreikantigen Früchte, welche im Herbst reifen.

Kaum ein anderer Laubbaum kommt in Deutschland so häufig vor wie die Buche.

Der Grünton des Ährengras erscheint satt und faserig. Die aufrechte Ährenspindel ist heller und kräftiger als der lange, rundliche Halm. Zudem ist die Ährenspindel zweizeilig und trägt Körnerfrüchte. Die Körner sind länglich und eiförmig. Die Erntezeit beginnt im Juli.  Die Wuchshöhe der Pflanze beträgt etwa 50 Zentimeter bis einen Meter. Das Getreide ist außerdem sehr anspruchsvoll und benötigt einen nährstoffreichen Boden mit einer hohen Wasserkapazität. Es zählt zu den Intensivwurzlern, und die Wurzeln können bis zu einem Meter tief in den Boden reichen.

Der Weizen zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wurde bereits vor Tausenden von Jahren in seiner Wildform gesammelt und angebaut.

Die Blätter der Pflanze schimmern in einer gelbgrünen Farbe und formen eine Rosette mit spitz zulaufenden Rändern. Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von fünf bis 25 Zentimeter. Außerdem trägt sie von April bis Juni weiße Blüten, welche mit der Zeit zu Früchten heranreifen. Die dünnen, hellgrünen Stängel der Pflanze tragen jedoch jeweils nur einzelne Blüten. Die kleine Waldpflanze mag es sonnig bis halbschattig und benötigt einen nährstoffreichen, feuchten Boden, um prächtig heranzuwachsen.

Klein, aber oho: die Walderdbeere.

Diese Laubblätter sind malerisch und ihre Wuchsform einzigartig. Die Blattspreite ist handförmig gelappt, spitz zulaufend und tief gefasert. Die Blätter leuchten in einem hellen Grünton, welcher durch die Sonnenstrahlen gelblich schimmert. Zudem trägt der Baum im Frühling Früchte. Im Laufe des Sommers bilden sich aus den befruchteten Blüten kleine, nussartige Früchte, die paarweise zusammenhängen. Die Baumgattung mag es halbschattig und sonnig, ist winterhart und kann bis zu 30 Meter hochwachsen.
Diese Pflanzenart ist sehr vielfältig, vom filigranen Kleinstrauch bis zum mächtigen Großbaum sind unterschiedlichste Arten und Sorten zu finden.

Kaum eine andere Laubgattung fällt durch seine Blattform so auf wie der Ahorn.

Diese blütenlose Pflanze wächst aufrecht und buschig. Sie ist in zahlreichen Formen, Größen und Varianten zu finden. Der Farbton ist, abhängig von Art und Alter der Pflanze, dunkel bis hellgrün. Die Blätter sind wedelartig und mehrfach gefiedert. Zudem mag die Gefäßsporenpflanze es schattig, warm und feucht, besonders gern im Wald, aber auch in Felsspalten, Schluchten, Mauerritzen, an Bachufern oder Ähnlichem. Im Jugendstadium sind die Fiedern eingerollt, sie entfalten sich jedoch im Frühjahr.

Der Farn gilt als eine der ersten Pflanzenarten.

 

Die Pflanzenwelt hat noch weitaus mehr Details zu bieten. Schau doch selbst bei deinem nächsten Ausflug in die Natur ganz genau hin, es lohnt sich.

 

Bilder © Johanna Hiesl

 

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4 Kommentare
  1. Stella Enge
    Stella Enge sagte:

    Wie schön dein Beitrag einen kleinen Spaziergang durch den Wald abbildet. Da bekommt man doch gleich selbst Lust, sich eine Auszeit im Grünen zu gönnen.

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  2. Stephanie Kufner
    Stephanie Kufner sagte:

    Der Text in Kombination mit den Bildern hat fast schon etwas Meditatives, ich konnte beim Lesen richtig entspannen.

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