Ein schönes großes Fenster, viel Licht, am besten mit Blick ins Grüne – das erhoffen sich viele Studierende bei der Suche nach einem neuen Zuhause. Zieht man aber in eine Universitätsstadt wie Tübingen, wird man mit der Realität des Wohnungsmarktes konfrontiert. Schnell gilt es Abstriche zu machen, nicht zuletzt bei der Aussicht. Eine Bilderreihe.

„Würde ich meine Inspiration zum Kochen aus meiner Aussicht ziehen, dann gäbe es jeden Tag Nudeln mit Pesto.“

Dorothea Barth, Studentin der Medienwissenschaft, hat ein Zimmer in einer 4er-WG ergattert. Größe des Zimmers, Lage und Kosten verhältnismäßig in Ordnung. Wäre da nicht dieses doofe Küchenfenster …

 

„An guten wie an schlechten Tagen bringt mich meine Aussicht zum Verzagen.“

Sarah Herwig hat sich gegen ein Zimmer in der Innenstadt entschieden. Sie wohnt in einem schönen Ortsteil etwas außerhalb der Universitätsstadt. „Dadurch bekommt man bestimmt ein größeres Zimmer mit schönem Ausblick auf die saftig grüne Landschaft“, dachte sie.

 

„Ich bin mitten in einer Baustelle. Die letzten Monate wurde nebendran renoviert. Es waren öfter Handwerker vor meinem Fenster zu sehen.“

Jonas Leitmann ist gelernter Koch. Er lebt unterirdisch in seiner gemütlichen Souterrain-Wohnung. Unterirdisch ist auch sein Ausblick aus dem Küchenfenster. Ob er sich da Inspiration für seine nächsten kulinarischen Kreationen sucht?

 

„Früher war mehr Garten.“

David Mayer wohnt seit längerem in seiner WG. Und ja, er ist zufrieden. Er genießt die Spieleabende mit seinen Mitbewohnerinnen. Ist der Abend aber vorbei, erwartet ihn diese Aussicht in seinem Zimmer.

 

„Licht und lebende Zimmerpflanzen, dafür aber Lärm und Stau.“

Sarah Piastowski hat Glück und schaut auf zwei grüne Bäume. Ach ja, davor fahren im Sekundentakt Autos auf einer dreispurigen Straße.

 

„Stört mich nicht.“

Moritz Hösle lebt in Tübingen, der Stadt, die niemals schläft. So scheint es zumindest, wenn die Leuchtreklamen vor seinem Fenster 24/7 den Sternenhimmel ersetzen. Zum Glück gibt es Rollos.

 

„Ach, ist das ne Wand? – Ja, das ist die andere Hauswand. Hab halt auch am Tag kein Tageslicht.“

Die Studentin Tabea Sieferer hat das große Glück und steht ihren Nachbarn sehr nahe. So nahe, dass man sich morgens mit einem Handschlag begrüßen kann.

 

“Wenn ich vom Schreibtisch aufschaue, sehe ich auf diesen Käfig. Es ist eine nachträglich installierte Nottreppe, die den Blick auf die wunderschöne Fassade der Brechtbaubibliothek verstellt… Das Fenster lässt sich nur kippen und seine Scheiben sind schon seit Jahren blind.”

Einmal raus aus den eigenen vier Wänden erwartet die Studierenden, aber auch die Lehrenden, ein architektonisches Meisterwerk mit einzigartigen Aussichten: der Brechtbau. Anne Ulrich hatte dort schon verschiedene Büros. So einen schönen Blick hatte sie jedoch noch nie.

 

 

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  1. […] aus dem Fenster ein Gefühl für die Welt außerhalb unseres Zuhauses? Nicht wirklich. Wir sehen einen begrenzten Rahmen, einen kleinen Teil der Welt und des Raums, der unsere Umgebung darstellt. Der Blick aus dem […]

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