Zwischenbetrachtung


Ein Projekt des medienwissenschaftlichen Master-Studiengangs der Universität Tübingen

Scrollen, klicken, blättern, lesen – und kurz innehalten. Genauer hinsehen. Lose Enden zusammenführen. Erste Bilanzen ziehen. Und vorsichtig nach vorne blicken. Das ist die Kunst der Zwischenbetrachtung. Sie ist weniger großspurig als Eröffnungen oder Schlussworte, sie bringt eher beiläufig auf den Punkt, was im Moment wichtig und relevant ist. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern kann beherzt anreißen und informiert spekulieren.

Und macht sich gerade dadurch zu einer reizvollen, schnellen Lektüre. In diesem Sinne sind die hier versammelten journalistischen Kurzformen zu verstehen. Sie sind Teil eines Studienprojekts, das den Blog als onlinejournalistisches Medium auszureizen versucht. Angesiedelt in Lehrveranstaltungen am Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen unter der Leitung von Dr. Anne Ulrich.

Im laufenden Sommersemester 2022 dreht sich alles um das Thema Plastik. Die Artikel der vergangenen Jahre sind nach wie vor lesenswert.

Acrylfarben sind besonders intensiv und deckend, vielseitig einsetzbar und beständig. Dabei spielt Kunststoff eine wichtige Rolle. Doch wo haben Acrylfarben ihre Anfänge und was macht sie besonders im Vergleich zu Ölfarben? Die Künstlerin Gisela Göppel ist überzeugt: Das Malen mit Acrylfarben bietet vielseitige Möglichkeiten.

Musik und Plastik: Eine Plastik-Playlist

Über Plastik wird nicht nur viel gesprochen und diskutiert, sondern auch gesungen. Von Pop und Rock über House und Techno bis hin zu Salsa und Rap: In dieser Plastik-Playlist ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Hör rein und entscheide selbst, welcher Song dein nächster Ohrwurm wird.

Kaum ein Material hat so einen schweren Stand wie Kunststoff. Ob Mikroplastik, Giftstoffe oder Umweltverschmutzung – Medienberichte über Plastik hinterlassen fast immer einen bitteren Nachgeschmack. Das Image-Problem ist so groß, dass keine Werbekampagne der Welt etwas dagegen ausrichten könnte. Aber war das eigentlich schon immer so? Und ist Kunststoff wirklich so schlecht wie sein Ruf?

Bunte Bikinis, weiße Sneaker, robuste Rucksäcke oder hübsche Armbänder „made of ocean plastic“ – immer mehr Unternehmen füllen ihre Regale mit Produkten, die aus recyceltem Ozeanplastik bestehen sollen. Aber wie genau kommt das Plastik aus dem Meer in unsere Produkte? Handelt es sich dabei um einen nachhaltigen Ansatz oder lediglich um Greenwashing?

Wer vegan lebt, verzichtet auf tierische Produkte, oft auch mit Verweis auf den ökologischen Fußabdruck. Das immer größere Angebot an veganen Produkten umfasst nun auch Kleidungsstücke oder Schuhe aus „veganem Leder“. Wir fragen, was es damit auf sich hat und ob es eine gute und klimafreundlichere Alternative zu Echt- oder Kunstleder ist.

zEs rettete Soldaten das Leben, umschmeichelte die Beine einer Frau, war Symbol des Wirtschaftswunders und zählt zu den revolutionärsten Entdeckungen des 20. Jahrhunderts: Nylon. Eine Kunstfaser, die die Welt eroberte. Wie Nylon in den 1950er Jahren für viele Frauen zum Traum aus Kunstoff wurde, verrät Modedesignerin Edith Eiermann.

Sie ist der heilige Gral gutbürgerlicher deutscher Haushalte – Tupperware. Meine Mutter gab mir einst die Weisheit mit auf den Weg: „Du kannst alles vergessen, aber bring die Tupper-Schüsseln wieder mit!“ Woher stammt dieser Kultstatus und wie zeitgemäß sind die Plastikprodukte heute noch?

Plastik ist unser stetiger Begleiter im Alltag. Kaum ein Tag vergeht, an dem wir kein Objekt aus Kunststoff in der Hand halten. Doch wie gut kennen wir unsere synthetischen Nutzgegenstände wirklich? Erkennen wir sie auch von ganz nah? Die Fotostrecke „Plastik ganz nah“ stellt uns auf die Probe: Welche Gegenstände verstecken sich hinter den Makroaufnahmen?

Von Erdbeerjoghurt aus Sägespänen hat jeder schon gehört. Von Plastik in Lebensmitteln eher nicht. Was unsere Nahrung angeht, glauben viele Menschen die unterschiedlichsten Märchen. Nun ist es Zeit, sich mit den Mythen des  Plastikkonsums an einen Tisch zu setzen und gemeinsam die Wahrheit zu verdauen – Teil 2 unserer Serie über Plastik in unserem Essen.

Plastik belastet nicht nur unsere Umwelt – winzige Plastikteilchen können auch in Blut und Magen gelangen. Mit unschönen Folgen: Unter anderem können die Plastikpartikel Entzündungen und Immunreaktionen auslösen. Wie sie in unseren Körper gelangen und welche Folgen das für die Gesundheit hat, lest ihr in Teil 1 unserer Serie über Plastik in unserem Essen.

Von einem plastikfressenden Pilz aus Ecuador über den Tübinger Gießkannenschimmel hin zu Mehlwürmern. All diese Organismen aus der Natur haben eins gemeinsam: Sie können Plastik fressen. Eine Begabung, die wie gerufen für die präsenten Umweltprobleme erscheint. Doch wie funktionieren ihre Genie-Fähigkeiten und wie realistisch ist ihr Einsatz?

Vom Start–up bis zum Großkonzern, vom Single-Haushalt bis zur Großfamilie. Sie alle beschäftigen sich mit dem Problem: Wohin mit dem Plastikmüll? Während wir unsere granulatgepressten Hüllen in staatliche Verantwortung übertragen, schaffen Handelsunternehmen eigene Wege, mit Plastikrecycling umzugehen. Gibt es zu den bunten Problemen auch runde Lösungen?